Dr. med. Nils Rahner - Fachpraxis fuer aesthetische Medizin
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Injektions-Lipolyse ("Fett-weg-Spritze")

Die Injektions-Lipolyse (umgangssprachlich "Fett-weg-Spritze") zählt zu den interessantesten neuen Themen der ästhetischen Medizin. Das Verfahren wurde 1995 von der brasilianischen Ärztin Dr. Patricia Rittes entwickelt. Im Jahre 2003 wurde das NETZWERK-Lipolyse gegründet, in dem europäische Ärzte ihre Erfahrungen zusammentragen und die Behandlungsprotokolle weiterentwickeln. Ich bin durch das NETZWERK-Lipolyse für die Technik der Injektions-Lipolyse zertifiziert.

Was bedeutet "Injektions-Lipolyse"?
Die Injektions-Lipolyse bezeichnet ein Behandlungsverfahren gegen überflüssige Fettpolster. Dabei wird eine bestimmte Medikamentenmischung mit dem aus der Sojabohne gewonnenen Wirkstoff Phosphatidylcholin mit einer speziellen Technik in Fettdepots gespritzt, die sich dadurch verkleinern oder auflösen (Lipolyse = "Fettauflösung"). Das freigesetzte Fett wird in kleinste Fetttröpfchen zersetzt und anschließend über die Leber abgebaut. Es handelt sich um eine gezielte Verstärkung natürlich ablaufender Stoffwechselwege im menschlichen Körper.

Der Wirkstoff Phosphatidylcholin wird seit Jahren als Leberschutzpräparat und zur Vermeidung von Fettgerinseln im Blut (z.B. nach Knochenbrüchen) eingesetzt. Zu diesem Zweck ist es in Deutschland auch als Medikament zugelassen. Bei dieser Anwendung werden hohe Dosen der Phospholipide direkt in die Vene gespritzt. Das Präparat ist offiziell in Deutschland nicht zur ästhetischen Behandlung zugelassen; ähnlich wie bei Botulinumtoxin A erfolgt die Anwendung gegen Fettpolster im so genannten "Off-Label-Use" (das bedeutet: eine völlig legale Anwendung mit Zustimmung des ausführlich aufgeklärten Patienten).

Wann ist die Injektions-Lipolyse sinnvoll?
Bestimmte Fettpölsterchen lassen sich nur sehr schwer durch Ernährungsumstellung, Diäten und Bewegungstherapien reduzieren. Die Injektions-Lipolyse eignet sich hervorragend, gezielt das Fett in einzelnen Regionen abzuschmelzen und zu verstoffwechseln.

Behandelbare Regionen sind:

Gesichtsbereich

  • Doppelkinn
  • Wangen
  • Nasolabial-Hügel

Körper

  • Reiterhosen
  • Oberschenkel / innen
  • unteres Gesäß / Übergang zum Oberschenkel
  • Love-Handles (bei Männern)
  • Hüften
  • Ober- und Unterbauch
  • Fettwulste an den Schulter-Arm-Gelenken
  • Oberarme
  • Knie
  • Rückenpartien

Cellulite-Behandlung

  • Oberschenkel

Die Spritze ist nicht dazu geeignet, Gewicht zu reduzieren.

Wie läuft die Behandlung ab?
Am Behandlungstag duschen Sie bitte morgens, cremen Sie ihre Haut aber nicht ein. Tragen Sie frisch gewaschene, weite Kleidung. Die Behandlung wird ambulant durchgeführt. Eine Behandlungssitzung dauert ca. 15 bis 40 Minuten, eine örtliche Betäubung ist in der Regel nicht erforderlich. Nach sorgfältiger Hautdesinfektion wird das Injektionsmittel mittels feinster Nadeln direkt in die betroffene Region gespritzt. Anschließend wird die behandelte Region massiert.

Für einen optimalen Erfolg sind in der Regel 2-4 Behandlungen im Abstand von 8 Wochen notwendig. Nicht selten genügt aber - je nach Körperstelle und aufzulösender Fettmenge - auch eine Behandlung.

Was sollte ich nach der Behandlung beachten?
Auf Vollbäder, Sauna und Schwimmbad sollten Sie 3 Tage verzichten. Leichte Gymnastik oder leichte körperliche Aktivität ist erlaubt, aber bitte kein intensiver Sport für ca. eine Woche. Bitte meiden Sie etwa eine Woche lang Alkohol, Aspirin oder andere Blutverdünnungsmittel. Schränken Sie ihr Rauchen ein - Rauchen verzögert jede Wundheilung. Intensive Sonne, Solarium oder Sonnenurlaube sollten Sie einige Wochen vermeiden.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Ernsthaftere Nebenwirkungen sind trotz mehr als 100.000 dokumentierter Anwendungen zur Lipolyse bisher nicht gemeldet worden. Es gibt häufige, aber harmlose Nebenwirkungen. Da es bei der Behandlung zur Entzündung und zur Zerstörung von Fettzellen kommt, sind folgende Nebenwirkungen möglich:

1-3 Tage

  • Rötung, Juckreiz, lokale Entzündung
  • deutliche Schwellung
  • Blutdruckabfall, Schwindel, Kreislaufprobleme

Bis zu 2 Wochen

  • Schmerzen in der Behandlungsregion
  • Blutergüsse

Sonstiges

  • Berührungsempfindlichkeit (bis zu 3 Wochen)
  • Knotenbildung (bis zu 2 Monate)
  • Hautverfärbung (Hyperpigmentation - bis zu 3 Monate)

Seltene Reaktionen

  • Zwischenblutungen bei Frauen (Fettgewebe ist ein großer Östrogen-Speicher und -Produzent)
  • Infektionen, wie sie prinzipiell bei jeder Injektion vorkommen können
  • Durchfall, vermehrter Stuhlgang

Wann darf die Injektions-Lipolyse nicht angewendet werden?
Eine Behandlung darf nicht durchgeführt werden bei Minderjährigen bzw. Kindern, Schwangeren und stillenden Müttern, bei Patienten mit Durchblutungsstörungen (z.B. Diabetiker mit Mikroangiopathien), bei gewissen Autoimmunerkrankungen sowie schweren Lebererkrankungen (Leberzirrhose, Leberkrebs).

Eine Behandlung mit besonderer Vorsicht sollte gelten bei Nierenerkrankungen, Lipodystrophie, Blutgerinnungsstörungen (Einnahme von Aspirin ist erlaubt), entzündlichen Bindegewebserkrankungen (z.B. Polymyositis, Dermatomyositis), akuten oder chronischen Infektionskrankheiten (z.B. Tuberkulose, Malaria, HIV), schweren Allergien und bekannten Allergien gegen die verwendeten Inhaltsstoffe sowie bei krankhafter Fettsucht.

Ist eine Selbstbehandlung möglich?
Vor einer Selbstbehandlung ist dringend zu warnen. Der Wirkstoff selbst ist zwar - an der richtigen Stelle angewandt- völlig harmlos, die fast immer auftretenden Nebenwirkungen müssen aber von einem erfahrenen Anwender beurteilt und gegebenenfalls behandelt werden. Die Fett-weg-Spritze enthält neben Phospatidylcholin verschiedene andere Zusätze, um die Verträglichkeit und die Wirkung zu verbessern. Für die Sicherheit und den Erfolg ist sehr wichtig, dass in die richtige Gewebsschicht hineingespritzt wird, bei der Injektion ist eine bestimmte Spritzen-Technik zu beachten, damit der Erfolg eintritt. Ärzte erlernen die Behandlungsmethode in eigenen Fortbildungskursen.

Kosten
Die Behandlung kann nur als Privatbehandlung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) erfolgen und sie unterliegt der gesetzlichen Mehrwertsteuer.

Die Behandlungen werden im Allgemeinen pro Sitzung abgerechnet. In der Regel sind 2-4 Behandlungen im Abstand von 8 Wochen notwendig. Man sollte mit Kosten zwischen 180 und 450 Euro pro Sitzung rechnen. Es handelt sich um ungefähre Kosten, die erst nach Vorgespräch und Untersuchung genau festgelegt werden können.

 


 
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